Diabetes und Herz by W. Koenig, C. Meisinger, H. Löwel (auth.), Prof. Dr. Thomas

By W. Koenig, C. Meisinger, H. Löwel (auth.), Prof. Dr. Thomas Meinertz, Prof. Dr. Peter Rösen, Prof. Dr. Dan Ziegler, Prof. Dr. Albert Schömig, Prof. Dr. Diethelm Tschöpe (eds.)

Strukturelle Probleme unseres Gesundheitssystems haben bisher den Blick darauf verstellt, wie katastrophal die medizinische Versorgung der an Diabetes erkrankten Menschen ist; mehrheitlich versterben diese Patienten nicht unmittelbar an der erhöhten Blutglukose, sondern an den Konsequenzen der Krankheit für das Herz, das Gehirn bzw. allgemeiner für die Gefäße.

Bei der progressiven Überalterung unserer Bevölkerung dürfen wir davon ausgehen, dass die Diabetesinzidenz weiter stark ansteigen wird; ein entsprechender Anstieg der vaskulären Endorganschädigungen ist zu erwarten.

Dabei ist die Diskussion über die pathophysiologischen Zusammenhänge durchaus fortgeschritten, und sowohl im Bereich der Prävention als auch für die Akutbehandlung und Nachsorge stehen sinnvolle und praktikable Lösungen zur Verfügung.

Dieses interdisziplinäre Wissen sowohl auf der Ebene der pathophysiologischen Forschung als auch in der klinischen Versorgung an die Ärzte weiterzugeben, ist Ziel dieses Buches.

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Der Hypertonus tritt beim Diabetes doppelt so håufig auf wie bei der nichtdiabetischen Bevælkerung ] [41]. Die Mortalitåt von diabetischen Patienten mit Hypertonus ist im Vergleich zur Normalbevælkerung erhæht, und ihre Lebenserwartung ist signifikant verkçrzt [7, 49, 65]. Der Hypertonus und der Diabetes mellitus selbst sind unabhångige kardiovaskulåre Risikofaktoren. Sie treten håufig assoziiert auf und wirken bei der Entwicklung kardiovaskulårer Erkrankungen, der Progression mikrovaskulårer Komplikationen [89] sowie bei der Diabetesmanifestation selbst synergistisch [31].

5). ] Rolle von Insulin und Glukose als kardiovaskulåre Risikofaktoren. Die Hyperglykåmie und der Verlust an Wirksamkeit des Insulins im Organismus (Insulinresistenz) sind kardiovaskulåre Risikofaktoren [50, 93]. Die Rolle der Hyperglykåmie als ein unabhångiger Risikofaktor fçr die Entwicklung kardiovaskulårer Komplikationen, namentlich der koronaren Herzkrankheit, wird 31 32 ] 1 Epidemiologie, Risikofaktoren, Genetik durch die UKPDS-Daten [94, 107] und andere Befunde [5] gestçtzt. Dennoch ist gerade der Einflusseffekt der Hyperglykåmie in prospektiven bevælkerungsbezogenen Studien als kardiovaskulårer Risikofaktor vergleichsweise weniger deutlich ausgeprågt als der Einfluss von konventionellen kardiovaskulåren Risikofaktoren [50].

Dies erscheint im Hinblick auf die Beeinflussung kardiovaskulårer Endpunkte wichtig. Hierzu liegen bisher nur evidenzbasierte Daten fçr Insulin, Glibenclamid und Metformin aus der UK-PDS-Studie vor. Bei gleichem therapeutischen Effekt auf den HbA1c-Wert (0,9% Senkung nach 11 Jahren Verlaufskontrolle) wurde nur unter Metformin eine signifikante Verringerung der kardiovaskulåren und Gesamtmortalitåt beobachtet [78, 79]. Metformin senkte gleichzeitig das Kærpergewicht um durchschnittlich 0,9 kg wåhrend die Effekte auf die Blutlipide marginal blieben.

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