Der Moderne Dandy: Ein Kulturproblem des 19. Jahrhunderts by Otto Mann (auth.)

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Briefwechsel 1945–1968

Als Fritz Linder, Schtiler und Nachfolger von ok. H. Bauer auf dem Heidelberger Lehrstuhl rur Chirurgie, am 12. Juli 1978 am Grabe seines Lehrers im Namen aller Freunde und Schuler sprach, erfuh ren wir, daB der Entschlafene "auf dem todlichen Krankenlager" noch seinen Briefwechsel mit Karl Jaspers las und ordnete.

Das Schädel-Hirn-Trauma: Klinische und tierexperimentelle Untersuchungen zur Pathogenese sowie zu neuen Behandlungsansätzen

Der Band befaßt sich mit den bisher nicht bekannten pathophysiologischen Abläufen in den ersten 2 Stunden nach einem akuten Schädel-Hirn-Trauma und weist anhand der gefundenen Ergebnisse die Notwendigkeit der frühzeitigen therapeutischen Interventionen nach. Mit neuen Therapieansätzen wird die Minimierung sekundärer zerebraler Schäden angestrebt.

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Die beiden letzten Werke werden ibm durch ein Schicksal abgezwungen, das nicht in seiner Voraussicht lag; so ist seine Laufbahn auBeren Glanzes und Erfolges, wie Wille und Absicht sie ibm schufen, fast frei von giiltiger Hervorbringung. WILDES Anspruch, aus der Produktion verbannt, zieht sich auf das Leben selbst zuriick, es selbst als geleistetes Kunstwerk zu betrachten. Positiv begriffen faBt dieser Gedanke das Leben als Entwick1ung, dessen Harmonie, Organik, Sinneinheit den Gesetzen kiinstlerischer Komposition entspricht, und griindet sich in einer Kunstmetaphysik.

Rch lache iiber sie, wiihrend ich mit ihnen lache. Sie sind mir nur Stufen auf meiner Leiter. E ZUR MACHT. 39 ihnen Fox und SHERIDAN, erHihrt, erwacht der Ehrgeiz zur eigenen Auszeichnung friih und bestimmt unbeirrbar folgerichtig seine Laufbahn. Ihm bleibt der zerstorende Zwiespalt zwischen hochfliegendem Wollen und steriler Isoliertheit fremder als den franzosischen Dandys; die Kluft zwischen ihm und seiner Zeit ist nicht so verhangnisvoll tief aufgerissen; schnell und sicher sich beschrankend findet er die Mittel seines Hochkommens und bleibt in sich kiihl genug, sich ihrer unfehlbar zu bedienen.

Nichts ist unaristokratischer als dies; und sobald das Individuum bis zu dieser friihen Schicht vorgedrungen ist, es auf Freiheit Verzicht tut, sich in Unterwerfung zu retten, hat es sein Dandytum aufgegeben. Indem BARB~Y D'A~V:rr,LY, BAUD~LAIRIt diesen Schritt tun, sich zu Vertretern kirchlicher Bindung, absolutistischer Ideen machen, zerbrechen sie hiermit, als Absicht wenigstens, ihr Dandytum; offenbaren aber eben am kriiftigsten die Tendenz des Dandysmus zum geschlossenen Kulturrahmen und seinen Untergrund romantischer Sehnsucht.

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