Das Medizinkartell. Die sieben Todsunden der by Kurt Langbein

By Kurt Langbein

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81 Die Cholera erwies sich damals – genau wie heute – als eine Krankheit, die dem Elend folgt, als eine Kriegs- und Katastrophenseuche. Ein wohlgenährter Magen jedoch bietet für Cholerabakterien eine nahezu unüberwindbare Barriere. -6 0 - Kochs Tuberkulin-Flop Eine ausgebrochene Krankheit zu heilen war den aufstrebenden Bakteriologen bis in die 1880er Jahre nicht gelungen. Die Forschungsergebnisse eigneten sich in der Praxis bestenfalls zur Vorbeugung von Krankheiten. Sie dienten als theoretisches Fundament für Desinfektionsmaßnahmen oder hatten zur Entwicklung von Impfstoffen geführt, so etwa der Milzbrand- oder Tollwutimpfstoffe der Pasteur-Gruppe.

Pettenkofer gab sich in der Folge geschlagen und trat von allen seinen Funktionen zurück. Zwar überreichte man ihm die höchsten Auszeichnungen, doch er wurde immer depressiver. Er realisierte, daß Kochs Thesen ganz eindeutig den Sieg davongetragen hatten. Am 9. Februar 1901 erschoß sich Max von Pettenkofer 83jährig in seiner Münchner Wohnung. Was die Infektionswege der Cholera betrifft, hatten von einer heutigen Warte aus gesehen beide Streithähne gleichermaßen recht und auch unrecht: In Hamburg hatte sich gezeigt, daß die Cholera sehr wohl über das Trinkwasser verbreitet wurde, wie Koch glaubte.

Er befürwortete breitangelegte Initiativen zur Gesundheitserziehung der Bevölkerung. So propagierte er -4 8 - unermüdlich Mäßigkeit, Sauberkeit, regelmäßiges Baden, eine »vernünftige Ernährung«, warme Kleidung und frische Luft. Gegen Alkoholgenuß wandte er sich nicht zuletzt deshalb, weil dieser in der »entsetzlichen Atmosphäre« verräucherter Kneipen stattfand. Für die verbreitete Furcht der Deutschen vor Zugluft hatte er nichts als Spott und Hohn übrig. Gesetzgeberische Maßnahmen lehnte er ab.

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