Chladni und die Entwicklung der Akustik von 1750–1860 by Dieter Ullmann

By Dieter Ullmann

Um 1750 battle die mathematische Behandlung von Schwingungsproblemen, die für die Lehre vom Schall wichtig waren, bereits weit fortgeschritten. Newtons Principia aus dem Jahre 1687 leitete auf dem Gebiet der Akustik eine Periode ausgesprochen theoretischer Forschung ein. Es fehlten jedoch systematische experimentelle Untersuchungen für dieses Gebiet. Chladnis Erstlingswerk Entdeckungen über die Theorie des Klanges (1787) brachte die Wende und seine bahnbrechende Monographie Die Akustik aus dem Jahre 1802 beeinflusste diese Wissenschaft bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Beginnend mit einem Überblick über den Stand der akustischen Forschungen um 1750, bespricht das Buch neben der Biographie Chladnis vor allem seine wissenschaftliche Arbeiten und ihre epochale Wirkung, die bis zum Auftreten von Helmholtz dauerte. Dieses Buch ist die erste Beschreibung der Akustikgeschichte für den entscheidenden Zeitraum zwischen 1750 und 1860 und schliesst damit eine Lücke. Es dokumentiert in überzeugender Weise, was once aus der Zusammenarbeit von Physikern, Mathematikern, Musikern, Musikinstrumentenbauern und auch Architekten im betrachteten Zeitraum entstanden ist.

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Wenn sich irgendein besonderer Teil der Oberflache wahrend seiner Schwingung nach oben bewegt, so treibt er die Luft vorwarts und iibertragt eine bestimmte Kraft auf sie ... ; wenn [der Teil] wahrend seiner Schwingung umkehrt, weicht er von der Luft, die er weggeschleudert hat, zuriick, die letztere tendiert folglich dazu, in das Teilvakuum, das er gebildet hat, zuriickzukehren ... ein Luftstrom unmittelbar iiber [der Oberfliiche] von dem ruhenden zu den schwingenden Plattenteilen wird erzeugt.

Eingerichtete Choral. Auf diesem Instrumente kommt es . darauf an ... sangbare Satze mit dem miiglichsten Ausdrucke und mit einem miiglichst angenehmen KJange vorzutragen. Es scheint sich auch das Euphon schon deshalb mehr, als irgend ein anderes Instrument, fur diese Bestimmung zu eignen, weil die Empfindung des Spielenden sich den klingenden Kiirpem unmittelbar durch die Beriihrung der Finger mittheilt, ohne Dazwischenkunft eines andem Mechanismus. (CHLADNI l821a, 175) Gleich nach Fertigstellung des ersten Euphons verOffentlichte CHLADNI dariiber in zwei Zeitschriften einen kurzen Artikel, im "Journal von und flir Deutschland" sagar mit einem Kupferstich (Abb.

CHLADNI hat sich dagegen gewandt, Abarten seines Instrumentes zu bauen ohne ihn zu erwahnen (CHLADNI 1800a). Bereits der Herausgeber des "Journal des Luxus und der Moden", der Weimarer Unternehmer FRIEDRICH JOHANN JUSTIN BERTUCH (1747-1822) und der Maler GEORG MELCHIOR KRAus (1733-1806) schrieben in einer FuBnote zu CHLADNIs Artikel von 1795: "Ware es moglich in Teutschland das Patent-Wesen fUr neue Erfindungen einzufUhren, so wie es in England mit grOBtem Nutzen fiir dieB Reich schon lange besteht, so wiirde der Erfinder des Euphons fUr seine Miihe wiirdig belohnt, und zugleich der Wunsch des Publicums seine vortreffliche Erfindung genieilen zu k6nnen erfiillt seyn" (CHLADNI l795c, 313).

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